In die Unterwelt begaben sich kurz vor Weihnachten 17 Mitglieder der Jugend- und Outdoorgruppe der Skizunft Katzenbuckel. Doch in dieser Unterwelt gab es keine Ganoven zu besichtigen, sondern "nur" atemberaubende, abenteuerliche und bleibende Eindrücke zu erleben: Die Gruppe fuhr unter der bewährten und umsichtigen Leitung von Manfred Seebauer in die Hölloch-Grotten im Muotatal in der Schweiz ein und hielt sich dort zwei Tage - und eine Nacht! - abseits befestigter und für Normaltouristen angelegter Wege auf.

Zwei Tage im Hölloch zu verbringen, hieß Abschied nehmen vom normalen Alltag und auf Entdeckungsfahrt in eine neue, geheimnisvolle Welt zu gehen. Die Eindrücke, die auf dieser Mehrtagestour gesammelt wurden und die Wirkung auf die menschlichen Sinne waren äusserst intensiv. Die gewaltigen Dimensionen im Berginnern - das Hölloch ist mit 170 km Länge die drittgrösste Höhle der Welt -, die erdgeschichtlichen Zeitabläufe und die interessanten Erzählungen der Führer aus der Entdeckungsgeschichte des Höllochs, zogen die Besucher in ihren Bann. Es war auch genügend Zeit, um auf einzigartige Details einzugehen, wie beispielsweise den "Hölloch-Wurm" oder den "Höhlenflohkrebs". Die Jugendlichen wanderten an stillen unterirdischen Seen entlang, entdeckten Tropfsteingänge mit eigenartigen Sinterformationen und gewaltige, ellipsenförmige Gangsysteme, Wasserfälle und Bachläufe. Sie befanden sich 2 Tage lang inmitten von Felsformationen, die 120 Millionen Jahre alt sind und bewegten sich in Gängen, die durch die Kraft des Wassers während mehr als 600.000 Jahren geformt wurden.

Das "Dombiwak" bildete eine willkommene Insel in dieser abgeschiedenen Welt unter Tag. Beim Bau wurde grosser Wert auf eine komfortable Infrastruktur gelegt, die im Einklang mit der Höhlenwelt steht. Alle waren angenehm überrascht, von der Küche mit fliessendem Trinkwasser und den zur Rast einladenden bequemen Sitzplätzen und Schlafstellen. Beim Fondue mit Dessert ergab sich bei gemütlichem Zusammensein die Gelegenheit, gesammelte Eindrücke auszutauschen und einander besser kennenzulernen.

Vor dem Einschlafen machte der Moment der Stille in absoluter Dunkelheit und Tausende von Metern im Berg nochmals bewusst, dass man sich in einer komplett anderen Welt befand.

Am nächsten Morgen wurde die Gruppe durch das Entfachen und verspielte Flackern der Karbidlampen geweckt. Ein kräftigendes Frühstück weckte die Lust auf weitere Entdeckungsfahrten im Hölloch. Diese Expeditionen bildeten einen idealen Rahmen, um nachhaltige Gruppenerlebnisse in einem emotionalen und einzigartigen Umfeld zu schaffen.

Die Tour verlangte den Teilnehmern allerdings körperlich einiges ab. Erschöpft und verdreckt, aber glücklich erreichte man am Abend des 2 Tages wieder den Höhleneingang.

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